Der Presseartikel
RHEINISCHE POST am 12.10.2026
https://rp-online.de/kultur/das-roland-danyi-quartett-spielte-in-der-jazz-schmiede_aid-156395573
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Konzert in der Jazz-Schmiede
Packende Überfülle
Düsseldorf · Das Roland-Danyi-Quartett gab in der Düsseldorfer Jazz-Schmiede das Preisträgerkonzert des „Young Jazz Talent Award“ 2026 und spielte sich in einen Rausch.
Es gibt Jazz, bei dem man die Augen schließt, die Beine übereinanderschlägt und sich treiben lässt. Dieser Abend in der Jazz-Schmiede war das Gegenteil: Kaum war der erste Ton erklungen, wandte sich kein Augenpaar mehr vom Quartett ab. Die Musik nahm einen vollkommen in Beschlag und zog das Publikum von der ersten bis zur letzten Note in den Bann.
Anlass war das Preisträgerkonzert des Young Jazz Talent Award 2026. Der Wettbewerb hatte im Mai in der Jazz-Schmiede zum fünften Jahr stattgefunden, dieses Jahr mit dem Motto „Tenorsaxofon only“. Zum Preis gehört eine Tour: Vier Konzerte in den kommenden Wochen führen den Gewinner Roland Danyi und sein selbst gegründetes Quartett durch NRW, dies war das erste Konzert. Danyi, der einst mit der Oboe begann und am Tenorsaxofon zum Jazz fand, musizierte mit Roman Babik (Klavier), Jan Blikslager (Kontrabass) und Jakob Hein (Schlagzeug) zum ersten Mal in dieser Konstellation.
Danyis Ton war schneidend, in seinen Soli stand sein Vorbild John Coltrane unüberhörbar im Raum. Babik baute am Klavier hochkomplexe, laute Harmonien, ließ dann leise Arpeggien wie aus einer anderen Welt tropfen und griff gleich darauf wieder virtuos zu. Daneben Blikslager, der mit einer immensen Klarheit und Präzision abwechslungsreiche Soli auf die Bühne brachte. Dem Bassisten wie auch dem Tenorsaxofonisten war die klassische Schule anzuhören. Hein ließ am Schlagzeug Soli aufsteigen, sie klangen wie der Donner eines fernen Gewitters, komplex, farbenreich und variabel.
Zwischen den Musikern spannte sich ein Netz, dicht und verknotet, ein Gewirr aus Ideen, die sich alle gleichzeitig ereigneten. Einer warf eine musikalische Idee in den Raum, der andere fing sie auf. Saxofon und Klavier schleuderten einander Töne zu, bis der Pianist mitten im Solo die Basslinie wie ein Echo übernahm. In den rasenden Stücken verlor sich die Harmonie im Dickicht und tauchte Sekunden später wieder auf. Dazwischen blitzte das Vergnügen auf, ein verschmitztes Lächeln, zum Ende ein Lachen, dass nicht mehr zu halten war.
Das Publikum folgte dem Quartett, als hinge es an einem gemeinsamen Faden. Keiner kramte, keiner schaute weg, und kaum war ein Solo verklungen, brandete der Applaus auf. Auch die Stille davor war gespannt, in den leisen Passagen des Pianisten hielt der Saal hörbar den Atem an. Dieser Abend verlangte Aufmerksamkeit, und der Saal schenkte sie ihm, auch wenn es die Musik ihnen nicht immer leicht machte. Zwischendurch war sie laut und dicht, nichts für das ungeschulte Ohr, und es sprudelte so ungebremst aus dem Quartett, dass die Ruhepunkte rar wurden. Doch gerade diese Überfülle schien den Saal nur noch fester zu packen. Eins wurde klar: Dies war erst der Anfang, und das Quartett ist nicht zu stoppen.
(jkb w.g.)
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PRESSEMITTEILUNG . 16.04.2026
YOUNG JAZZ TALENT AWARD 2026 .
TENORSAXOPHON ONLY
Die Idee, einen YOUNG JAZZ TALENT AWARD auszuschreiben, jungen Jazztalenten bei ihrem Karrierestart professionell zur Seite zu stehen, entstand im Sommer 2021 im Rahmen eines Treffens von Prof. Dr. Jürgen Ringbeck, »Ringbeck Foundation« und Peter Weiss, zu diesem Zeitpunkt Leiter der »Jazz Schmiede, Düsseldorf«. Junge, noch nicht etablierte deutsche Jazzmusiker im Alter von 16 bis 23 Jahren sollen im Rahmen einer Frühphasen-Förderung zur Teilnahme eingeladen werden.
Die Ausschreibung für den ersten YOUNG JAZZ TALENT AWARD 2022 war zunächst auf Schlagwerker, – DRUMS ONLY -, im Raum Nordrhein-Westfalen fokussiert; es folgten PIANO ONLY 2023, VOCALS ONLY 2024 und GUITAR ONLY 2025.
DAS AKTUELLE THEMA 2026: TENORSAXOPHON ONLY.
Der Preis, dotiert mit einem Gegenwert von 5.000 €, wird eingesetzt für eine »exklusive Tour« der Siegerin/des Siegers mit eigener Band in renommierten deutschen Jazzclubs im Jahr der Preisverleihung. Der Preisträger erhält so die Chance, im Umfeld bekannter Jazzgrößen und gemeinsam mit ihnen aufzutreten; ihm wird ein außergewöhnliches Karrieresprungbrett geboten. Kriterien bei der Beurteilung der Bewerber sind
– Kreativität
– Virtuosität/Technik
– Innovation
– Potential
Die Realisierung des YOUNG JAZZ TALENT AWARD erfolgt in einer kompetenten Partnerschaft: Der Preis wird von der »Ringbeck Foundation, Düsseldorf« gestiftet und gemeinschaftlich mit der »Jazz Schmiede, Düsseldorf« – Leitung seit 2024 Peter Baumgärtner –, der »Folkwang Universität der Künste, Essen« – in diesem Jahr mit Sebastian Gille, Lehrbeauftragter für Saxophon – und der »Hochschule für Musik und Tanz . Köln« – Professor Niels Klein, – organisiert.
Es ist gelungen, mit dem YOUNG JAZZ TALENT AWARD eine exklusive Marke als innovative Start-Hilfe für junge, deutsche Jazz-Talente zu entwickeln. Die Präsentation der Preisträger und assoziierte Veranstaltungen erfolgen mit Unterstützung der »Jazz Schmiede, Düsseldorf«, über eine eigene Webseite, über eigene Social-Kanäle, über spezifische Jazz-Medien und über lokale Medien.
DER WETTBEWERB
Um den Auswahlprozess zu vereinfachen, aber gleichzeitig eine hohe Qualität der Kandidaten*innen sicherzustellen, wurde die Vorauswahl zunächst auf Tenorsaxophonisten*innen beschränkt, die in Nordrhein-Westfalen studieren. Sebastian Gille, Lehrbeauftragter für Saxophon an der »Folkwang Universität der Künste . Essen« und Professor Niels Klein, »Hochschule für Musik und Tanz . Köln« schlugen als renommierte Ausbilder in der Region jeweils zwei geeignete Kandidaten*innen vor, die, nachdem sie alle erforderlichen Anforderungen erfüllt hatten, für den Wettbewerb nominiert wurden.
Und das sind sie, die zum YOUNG JAZZ TALENT AWARD 2026 nominierten Tenorsaxophonisten*innen
– Thies van Ballegooy
– Roland Danyi
– Dennis Grasmik
– Iara Sosalla Serodio
Das Vorspiel, die Auswahl des Preisträgers/der Preisträgerin und die Preisverleihung finden als öffentliche Veranstaltung statt.
16.05.2026 . ab 20:00 Uhr
Jazz Schmiede
Himmelgeister Straße 107g
Eingang: Ulenbergstraße
40225 Düsseldorf
Jeder Kandidat/jede Kandidatin spielt gemeinsam mit der Begleitband – Lars Duppler (Piano), Lisa Wulff (Bass), Dominik Raab (Schlagzeug) – zwei bekannte Musikstücke unterschiedlicher Stilrichtungen des Jazz und eine eigene Komposition.
Die Wahl der Preisträgerin/des Preisträgers durch eine kompetente Jury und das anwesende Publikum, sowie im Anschluss ihre Ehrung erfolgen am gleichen Abend.
DIE JURY
Kristina Brodersen . renommierte Jazzmusikerin am Saxofon Jörg Kaufmann . Saxophonist und Komponist
Peter Weiss . Initiator und Veranstalter des YOUNG JAZZ TALENT AWARD . Jazz-Schlagzeuger
Jürgen Ringbeck . Initiator und Veranstalter YOUNG JAZZ TALENT AWARD . Jazz-Enthusiast
das Publikum der »Jazz Schmiede . Düsseldorf« am Abend der Wettbewerbsveranstaltung
Die Ehrung der Preisträgerin/des Preisträgers erfolgt am gleichen Abend; ihre/seine Konzerttour mit Band startet im Herbst 2026. Geplant sind Auftritte in renommierten Jazzclubs in Köln, Wuppertal, Bielefeld und in der Jazz Schmiede in Düsseldorf. Die Organisation der Tour übernimmt Peter Baumgärtner. Das Preisgeld des Siegers wird eingesetzt für Gagen, Fahrtkosten, Hotelaufenthalte, etc.
KONTAKT
JAZZ SCHMIEDE . Düsseldorf
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Himmelgeister Str. 107e
40225 Düsseldorf
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PETER BAUMGÄRTNER . 1. Vorsitzender
M +49 177 3416381
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